ه‍.ش. ۱۳۸۷ آذر ۹, شنبه

Blogger ohne Grenzen: Preise für chinesische und iranische Blogger




Gleich zwei Blogs werden in diesem Jahr mit dem „Reporters Without Borders Award“ ausgezeichnet. Gestern Abend wurde der Blog der chinesischen Dissidentin Zeng Jinyan sowie des iranischen 4equality project mit dem Preis für die Meinungsfreiheit geehrt.

"Die beiden Blogs fördern das Recht auf freie Rede im Internet auf hervorragende Weise, und beide haben die gleiche Stimmenzahl der Jury erhalten. Wir haben uns deswegen entschieden, den Preis in diesem Jahr ausnahmsweise zweimal zu vergeben", sagt Clothilde Le Coz, Mitglied der Jury und Leiterin des "Freedom Internet Desk" bei ROG.

Zeng Jinyan, die Frau des inhafiterten Menschenrechtsaktivisten Hu Jia, beschreibt in ihrem Blog das Leben unter der ständigen Überwachung durch die chinesischen Behörden. Die 50 Autorinnen und Autoren des 4equality-Blogs haben sich zum Ziel gesetzt, eine Million Unterschriften gegen frauenfeindliche Gesetze im Iran zu sammeln.


Pressemitteilung vom 26.11.08

Blogger ohne Grenzen: ROG und die Deutsche Welle zeichnen den besten Blog für die Meinungsfreiheit aus.
Reporter ohne Grenzen (ROG) wird zum vierten Mal zusammen mit der Deutschen Welle einen Preis für Blogs vergeben, die sich in hervorragender Weise für die Meinungsfreiheit einsetzen. Der „Reporters Without Borders Award“ ist eine von 16 Kategorien bei den internationalen Weblog Awards der Deutschen Welle – „the BOBs“: Ausgezeichnet werden die weltweit besten Weblogs, Podcasts und Videoblogs. Die Gewinner dieses weltweit größten Blog-Wettbewerbs werden am Donnerstag, den 27. November, im Berliner Kommunikationsmuseum bekannt gegeben. In jeder Kategorie zeichnet die Jury eine/n Preisträger/in aus.

Mit dem „Reporters Without Borders Award“ werden Blogs ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Meinungsfreiheit fördern, voranbringen und die Bedeutung dieses Menschenrechts hervorheben. „Mit dem Preis möchten wir das Recht auf freie Rede im Internet stärken. Blogs sind für viele Menschen das einzige Mittel, um ihre Meinung auszudrücken. Das Internet ist eine Revolution für kritische Bürger und Dissidenten, die von vielen Regierungen zum Schweigen gebracht oder schikaniert werden“, sagt Jean-François Julliard, der Generalsekretär von ROG.

Unter den Nominierten in der Kategorie „Reporters Without Borders Award“ ist in diesem Jahr unter anderem Zeng Jinyan, die Frau des inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Hu Jia. Die Bürgerrechtlerin beschreibt in ihrem Blog das Leben unter der ständigen Überwachung durch die chinesischen Behörden. Auch die Kubanerin Yoani Sánchez wurde für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die Journalistin berichtet über den Alltag der jungen Generation auf der Karibikinsel. Der Blog des 4equality project ist ein weiterer Anwärter auf den Preis. Die hinter dieser Online-Petition stehenden Autorinnen und Autoren haben sich zum Ziel gesetzt, eine Million Unterschriften gegen frauenfeindliche Gesetze im Iran zu sammeln.

http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/blogger-ohne-grenzen-rog-und-die-deutsche-welle-zeichnen-den-besten-blog-fuer-die-meinungsfreiheit-a.html

Die deutschsprachige Internetseite für die Kampagne „ Ein Million Unterschriften" in Deutschland zum zweiten Mal blockiert



Blockierung von Internetseiten im Iran

Die deutschsprachige Internetseite für die Kampagne „ Ein Million Unterschriften" in Deutschland zum zweiten Mal blockiert .
Änderung für die Gleichberechtigung: Erneute Blockierungen der Internetseiten der Kampagne und der Frauen Weblogs: Die Internetseite der " Änderung für die Gleichberechtigung" wurde zum 17.Mal blockiert. Diese Filterung geschah zeitgleich mit weiteren Blockierungen einiger anderer Internetseiten der Kampagne der „ Eine Million Unterschriften" in Amol, Hamedan, Zahedan, Isfahan, Arak, Meschhed, Karaj, Mardan, Zabol, Ilam, Schweden und der deutschsprachigen Seite der Kampagne. In der Zwischenzeit wurde der Name der blockierten deutschsprachigen Internetseite unter der Adresse http://frauenbewegung-ir.blogspot.com/ in http://iranische-frauenbewegung.blogspot.com/ geändert.
Auch die Internetseite der Bewegung „Bild der Gleichberechtigung" wurde blockiert..
Weiterhin wurden auch einige Weblogs von Frauenbewegungen, u.a die Seite der „feministische Schule", blockiert.

Tagung für Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen durch der Vertretung der Kampagne ein Million Unterschrift Heidelberg



Zur Geschichte des Aktionstages

Am 25. November 1960 wurden drei der vier Schwestern Mirabal, Patria, Minerva und Maria Teresa, vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik nach monatelanger Folter ermordet. Ihre Untergrundaktivitäten ge­gen die brutale Trujillo-Diktatur, unter der die Dominikanische Republik über 30 Jahre zu leiden hatte, waren ihnen zum Verhängnis geworden. Nur eine Schwester überlebte: Dédè, die seither den Widerstand ihrer Schwestern lebendig hält. Der Mut der Mirabal-Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Rund 20 Jahre später wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: 1981, auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus..... (http://www.big-hotline.de/sites/historie.html)



Wir sind jeden Tag Zeugen der öffentlichen oder verdeckten Gewalt gegen die Frauen im Iran. Einerseits hat diese Gewalt ihre Wurzeln in der Kultur und Tradition des Landes und anderseits wird durch die diskriminierenden Gesetze in der iranischen Gesetzgebung reproduziert und verbreitet. Aus diesen Gründen weigert sich der iranische Staat, seine Pflichten für die Unterstützung und Durchsetzung der bürgerlichen Rechte gegenüber der weiblichen Hälfte der Bevölkerung zu erfüllen. Die Frauen wolle heute aber nicht mehr das zweite Geschlecht sein und sie kämpfen um ihre eigentlich selbstverständliche Gleichberechtigung in ihrem Heimatland, dem Iran. Sie bestehen darauf, dass der iranischen Staat ihre menschliche Rechte akzeptiert und durchsetzt.



Die Rolle des Staats in der Ausbreitung der Gewalt und ihren verschieden Facetten gegen die Frauen ist nicht zu übersehen. Frauen im Iran wissen, dass es ein Weg gegen die Gewalt ist, das Gespräch zu suchen mit Frauen und Männer aus verschiedenen Schichten der Gesellschaft und dadurch deren Aufklärung über ihre Rechte zu erreichen.
Es ist zu erwähnen, dass das geltende iranische Recht aus der Sharia, der islamischen Gesetzessammlung, abgeleitet worden ist. Im Gegensatz zu anderen Staaten wird der Gewalt gegen die Frauen durch die Gesetze nicht vorgebeugt, sondern das Verbrechen gegen die Frauen wird durch das Gesetz unterstützt und sogar verbreitet. Obwohl der iranische Staat sich der Gewalt gegen die Frauen in der Gesellschaft bewusst ist, verstärkt er seinerseits den Druck auf Frauen in verschiedener Form. Das Spektrum der staatlichen Gewalt gegen die Frauen reicht vom Zwang in der Kleiderordnung bis zur Unterdrückung der Frauenorganisationen, die für die Rechte der Frau kämpfen, wie zu Beispiel der „Eine- Million- Unterschriften- Sammeln- Kampagne“,



Solche Organisation, deren Anliegen die Aufklärung der Frauen über ihre Rechte ist, sind ein Dorn in den Augen der Patriarchen und Funktionäre des iranischen Staates. Wir verlangen, dass die internationale Gemeinschaft die iranische Frauen und ihren Kampf für die Menschenrechte weitgehend unterstützt.

Veranstalter in Heidelberg: Narges Rezaei, Neda Aslan, Nima Aslan
Referantin: maryam khodarahmi und Zahra Omidi
Organisatoren : leyla sobhani, nasimeh morshedi und Fatemehe Bahadori

ه‍.ش. ۱۳۸۷ آذر ۵, سه‌شنبه


Die 11. internationale Konferenz der „Entwicklung der Frauenrechte“ fand von 14. bis zum 17. November 2008 in Kapstadt statt. An dieser Konferenz nahmen unter vielen anderen auch Shirin Ebadi, die iranische Nobelpreisträgerin und eine Gruppe von Frauenrechtverteidigern und Frauenrecht- Aktivistinnen aus dem Iran teil. In einer Gesprächsrunde haben die Mitglieder der „Eine- Milionunterschriften- Sammeln- Kampanie“ den Teilnehmern aus den anderen Lädern von ihren Erfahrungen und Problemen im Iran berichtet.

Die Gesellschaft für die Entwicklung der Frauenrechte ist eine internationale Organisation, die gegen die Frauendiskriminierung agiert. Die Vollversammlung der Organisation findet alle drei Jahre mit ihren Mitglieder und andere Frauen, die für Frauenrecht kämpfen, statt.



In einer Interviw mit Deutschen Welle sagte Shirin Ebadi, dass die Teilnahme der iranische Delegation insbesondere der Aktivistinen der „Eine –Million- Unterschriften- Sammeln -Kampagne“ sehr erfolgreich gewesen ist. Nach ihrem Bericht wollen jetzt die Frauen aus Bahrain und Pakistan die gleichen Aktionen nach iranischem Vorbild in ihren Ländern starten.