ه‍.ش. ۱۳۸۸ اردیبهشت ۱۸, جمعه

Masoud Loghman, Reporter und Chefredakteur der kulturellen Internetzeitung „rousnamk" wurde verhaftet

Masoud Loghman, Reporter und Chefredakteur der kulturellen Internetzeitung „rousnamk-http://rouznamak.blogfa.com“, ist am 1. Mai 2009 im Lale-Park (Teheran) von der iranischen Polizei zusammengeschlagen und verhaftet worden. Seither wird er in dem berüchtigten Evin-Gefängnis festgehalten. Masoud Loghman ist Mitglied des „Berufsverbandes der iranischen Reporter“. Im Lale-Park, wo verschiedene legale Arbeiterorganisationen zur Kundgebung zusammengekommen waren, war Masoud Lohgman als Berichterstatter anwesend.

Seine Frau und die Verwandten dürfen ihn nicht besuchen und seit seiner Verhaftung haben sie keine Nachricht von ihm erhalten.. Zahlreiche Hochschullehrer und Schriftsteller arbeiten mit der„rousnamk“ zusammen und veröffentlichen in ihr ihre Artikel oder ihre Forschungsberichte. Weder ist Masoud Loghman ein politischer Aktivist noch setzt sich seine Zeitung mit politischen Themen auseinander. Wir fordern die sofortige Freilassung von Masoud Loghman.

ه‍.ش. ۱۳۸۸ اردیبهشت ۱۵, سه‌شنبه

Bei einer Kundgebung anlässlich des 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeit, sind in Teheran viele Menschen verhaftet worden

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Bei einer Kundgebung anlässlich des 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeit, sind in Teheran viele Menschen verhaftet worden. Dem Bericht der Organisation „ Änderung für Gleichberechtigung“ zufolge sind unter den Verhafteten viele Menschenrechtsaktivisten/innen, Arbeiter/innen und Aktivisten/innen der Eine-Million-Unterschriften-Kampagne. Augenzeugen berichten von Misshandlungen der Verhafteten durch die Polizeikräfte. Einige der Verhafteten wurden nach kurzem Verhör wieder frei gelassen, die meisten von ihnen sind allerdings im Ewinn Gefängnis untergebracht worden. Jegliche Versuch der Angehörigen mit den Verhafteten im Kontakt zu kommen, sind bis heute- Montag dem 4. Mai- erfolglos geblieben.

ه‍.ش. ۱۳۸۸ اردیبهشت ۱۴, دوشنبه

Iran: US-Journalistin vor Gericht



Roxana Saberi, bekannt für ihre subtilen Alltagsgeschichten, ist wegen angeblicher Spionage angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Der Prozess gefährdet die vorsichtige Annäherung zwischen den USA und dem Iran.

Washington. Eine ihrer letzten Reportagen handelte von iranischen Frauen, die sich die Lippen mit Rouge färben und das obligatorische Kopftuch so elegant übers Haar legen, dass man sieht, wie sie mit den strengen Vorschriften der Ajatollahs spielen. Sie handelte von Aufpassern, die den Frauen entrüstet vorwarfen, sich "schamlos wie Models" zu kleiden, nur weil sie über dem Körperschleier eine schicke Jacke trugen. Es ging um Männer, deren Frisur von den Moralaposteln als "unislamisch" eingestuft wurde – warum auch immer.

Roxana Saberi hat es einem breiten Publikum im Westen erlaubt, einen Blick hinter die Kulissen Irans zu werfen. In Alltagsgeschichten erklärte sie ein Milieu, in dem es neben Ajatollahs und Atomprogramm und den gängigen Stereotypen eine oft subtile Zivilcourage gibt, mehr Vielschichtigkeit, als man es sich in Texas oder Missouri vorstellen mag. National Public Radio, der informativste Hörfunksender der Vereinigten Staaten, hat ihre Reportagen gebracht. Auch die BBC und Fox News strahlten aus, was Saberi aus dem rätselhaften, faszinierenden Land Iran zu erzählen hatte. Jetzt steht die 31-jährige US-Amerikanerin wegen angeblicher Spionage vor einem iranischen Gericht.

Mit dem Urteil wird in zwei Wochen gerechnet. Das Gerichtsverfahren war Anfang der Woche mit ungewöhnlicher Eile und hinter verschlossenen Türen abgehandelt worden. Saberi habe das Schlussplädoyer zu ihrer Verteidigung gehalten, teilte ein Sprecher des Revolutionsgerichts in Teheran mit.

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Es ist ein Fall, der das Verhältnis zwischen Washington und Teheran schwer belastet – ausgerechnet jetzt, wo die Zeichen auf Tauwetter stehen. Erst im März hatte US-Präsident Barack Obama aus Anlass des persischen Neujahrsfests Nowruz einen Dialog angeboten, von der gemeinsamen Menschlichkeit gesprochen, die alle verbinde. Konkrete diplomatische Initiativen sollen folgen. In Afghanistan, wo Iraner und Amerikaner mit den Taliban gemeinsame Feinde haben, zeichnet sich so etwas wie eine stille Kooperation bereits ab.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, worum es sich bei dem abstrusen Verfahren gegen Roxana Saberi handelt: um ein Störmanöver der Hardliner. Von Obama in Verlegenheit gebracht, will die Betonfraktion eine Annäherung an die USA, den "Großen Satan" des Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Khomeini, durchkreuzen – oder zumindest den Preis für einen Ausgleich in die Höhe treiben.

Roxana Saberi ist die Tochter eines iranischen Vaters, Reza, und einer japanischen Mutter, Akiko. Aufgewachsen ist sie in Fargo, unweit der kanadischen Grenze, wo sie an ihrer Schule ein gefeierter Fußballstar war und 1997 zur "Miss North Dakota" gekrönt wurde. Nach dem Studium in Chicago und Cambridge ging sie in den Iran, um als freie Journalistin für westliche Medien zu berichten. Nebenbei, erzählt ihr Vater, schreibe sie an einem Buch. Vor allem wolle sie die Landessprache Farsi lernen und durch eigene Erlebnisse das vertiefen, was sie bereits aus der Theorie über die iranische Kultur wusste. Sie hat Pässe sowohl des Iran als auch der USA; doppelte Staatsbürgerschaften werden vom Mullah-Regime in Teheran allerdings nicht anerkannt.

Auf eine schnelle Lösung hoffend, hatte Reza Saberi zunächst Wert darauf gelegt, den Fall seiner Tochter nicht an die große Glocke zu hängen. Schon im Januar war Roxana verhaftet und ins Teheraner Evin-Gefängnis gebracht worden, wo die meisten politischen Häftlinge einsitzen. Aber damals klang noch lapidar, was man ihr zur Last legte: Sie habe eine Flasche Wein gekauft, hieß es. In der Islamischen Republik ist das verboten. Später wurde sie beschuldigt, seit 2006 ohne gültigen Presseausweis gearbeitet zu haben. Im April wurde daraus ein Spionagevorwurf.

Roxana Saberi, sagte der zuständige Richter Sohrab Heydarifard, benutze den Journalismus, "um Informationen und Dokumente zu sammeln und an amerikanische Geheimdienste weiterzuleiten". Auf Agententätigkeit kann im Iran die Todesstrafe stehen.

VON FRANK HERRMANN
http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Iran-US-Journalistin-vor-Gericht/36522
Quelle: Rheinische Post

Zur Tatzeit Minderjährige im Iran hingerichtet


Nikosia - Im Iran ist nach Angaben von Amnesty International eine junge Frau hingerichtet worden, die als Minderjährige einen Mord begangen haben soll. Die Menschenrechtsorganisation reagierte «empört».

Amnesty kritisierte insbesondere, dass der Anwalt der Hingerichteten nicht wie vorgeschrieben 48 Stunden vor der Vollstreckung des Todesurteils informiert worden sei. Der Frau wurde vorgeworfen, im Alter von 17 Jahren mit einem 19-jährigen Komplizen in das Haus einer Cousine ihres Vaters eingedrungen zu sein und diese getötet zu haben. Die inzwischen 23-Jährige hatte den Mord zunächst gestanden, ihr Geständnis später aber wieder zurückgezogen. Sie bekannte sich schuldig Sie gab an, die Verantwortung für das Verbrechen übernommen zu haben, weil sie dachte, als Minderjährige nicht zum Tode verurteilt zu werden.

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Auch ihr Anwalt hatte stets ihre Unschuld beteuert. Im Februar 2007 bestätigte der Oberste Gerichtshof das Todesurteil. Laut Amnesty wurden damit seit Jahresbeginn bereits zwei junge Häftlinge im Iran hingerichtet, die zum Tatzeitpunkt noch nicht volljährig waren. Die Regierung in Teheran hat mehrere internationale Abkommen unterzeichnet, welche die Hinrichtung minderjähriger Straftäter untersagen, unter anderem den UNO-Zivilpakt und die Kinderrechtskonvention.
tri / Quelle: sda / Samstag, 2. Mai 2009
http://www.nachrichten.ch/detail/384674.htm