۱۳۸۸ دی ۸, سه‌شنبه

Aufstand der mutigen Frauen: "Erzählt der ganzen Welt von uns!"


Die Nachrichten, die den Westen vor allem über Medien wie Facebook, Twitter und YouTube erreichen, seit ausländische Journalisten nur noch eingeschränkt berichten dürfen, erzählen nicht nur von brutalen Revolutionswächtern, sondern auch von mutigen Frauen. Mütter und Töchter, Religiöse im Tschador und Mädchen mit Glitzernagellack gehen gemeinsam auf die Straße. Sie recken Fäuste und Schleier in den Himmel und kämpfen für Reformen. Der Widerstand ist weiblich. Neda Agha-Soltan (27), deren Tod bei Protesten im Juni mit einer Handykamera gefilmt wurde, gab ihm ein Gesicht.

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Selma (32) lebt in Teheran und führt ein Online-Tagebuch. Den Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad beschimpft sie darin als Tyrannen. Bloggen, das Einstellen von privaten Nachrichten ins Internet, ist verboten im Iran; viele, die es trotzdem taten, sitzen hinter Gittern. Doch Selma will nicht schweigen. Ihr Zorn auf die Regierung ist immens. Mehr als Männer leiden iranische Frauen unter dem Alltag im Iran. Ahmadineschad nahm den Frauen in seiner ersten Amtszeit als Präsident die wenigen Freiheiten, die sie hatten. Er verstärkte den Einsatz von Sittenwächtern, die aufpassen, ob das Kopftuch richtig sitzt. Er sorgte dafür, dass Frauen Schwierigkeiten im Job bekommen, wenn sie bezahlte Überstunden leisten wollen. Er stellte einen Gesetzentwurf vor, der Männern die Vielehe erleichtert. In ihrem Internetblog beschreibt Selma ihren Traum von einer freien Gesellschaft: "Meine Tochter soll ihren Freund auf der Straße küssen können ohne Angst vor Sittenwächtern. Sie soll das Leben führen, das ich nicht habe. Dafür kämpfe ich!"

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Die in Deutschland lebende Exil-Iranerin Behjat Moaali (60) sagt: "Die Frauen sind die Verlierer der Islamischen Revolution. Der Wunsch nach Veränderung macht sie mutig und stark." Moaali arbeitete Ende der 80er-Jahre als Anwältin in Teheran und erlebte, wie nach Khomeinis Machtergreifung die Scharia, die islamische Rechtsprechung, Einzug hielt in die persischen Gesetze. Frauen wurden bereits unter dem Schah diskriminiert. Mit Khomeini verschlechterte sich ihre Lage dramatisch. Nach der Scharia ist eine Frau nur halb so viel wert wie ein Mann. Bei Verstößen gegen den Schleierzwang drohen Peitschenhiebe, auf Ehebruch stehen Steinigung oder der Tod durch Erhängen.

Viele von Behjat Moaalis ehemaligen Kolleginnen wurden in diesen Tagen verhaftet. Auch die Anwältin Shadi Sadr (35) kam ins Gefängnis. Die Anklage: Mit ihrem Kampf um Frauenrechte wolle Shadi Sadr im Auftrag der USA das iranische Regime stürzen. Ein absurder Vorwurf: "Ich setze mich aus Überzeugung für Frauenrechte ein, nicht weil es mir jemand befohlen hat", sagt Shadi Sadr, die inzwischen wieder frei ist. Doch arbeiten kann sie nicht mehr im Iran.

Behjat Moaali steht in Kontakt mit ihren Schwestern in Teheran. Vor ein paar Jahren haben sie gelacht, wenn Moaali in Deutschland für den Iran demonstriert hat. Sie waren der Meinung, das bringt nichts. "Heute heißt es: Erzähl der ganzen Welt von uns!", sagt Behjat Moaali. Über das Internet schwappt die grüne Revolution in den Westen. Neue Kommunikationsmedien stärken weltweit die Solidarität der Iranerinnen und damit auch die weibliche Opposition im Iran.

Dass iranische Frauen Widerstand leisten, ist nicht neu. Schon 1979 setzten sie sich gegen die Diktatur des Schahs ein. 1997 wählten sie Mohammed Chatami, den Liebling der Intellektuellen, der in seinem Amt als Präsident eine gelockerte Zensur in den Künsten und der Presse bewirkte. 2006 starteten Aktivistinnen die immer noch andauernde Kampagne "Eine Million Unterschriften für Gerechtigkeit" mit dem Ziel, sich gegen frauendiskriminierende Gesetze zu wehren. 2009 schließlich wählten sie Mir Hussein Mussawi und gaben damit auch seiner Gattin Sarah Rahnaward (64) ihre Stimme. Die Mutter von drei Töchtern ist die ehemalige Dekanin der Frauenuniversität in Teheran, eine selbstbewusste Politologin und Bildhauerin. Sie begleitete ihren Mann zu Massenkundgebungen und hielt mit ihm öffentlich Händchen - im Iran ein Tabubruch. Sarah Rahnaward ist zu verdanken, dass auch Frauen zur Wahl gingen.

Die junge Generation verbindet ein Zorn auf das Regime - und die verzweifelte Bereitschaft, sich Gummiknüppeln und Tränengas entgegenzustellen. Die Schwester von Behjat Moaali berichtet, dass Demonstranten während einer Kundgebung von Revolutionswächtern in einen Hinterhalt gelockt wurden. Die Milizen trieben sie in eine Sackgasse, riegelten die Straße ab und prügelten auf sie ein.

Die Schwester kam mit blauen Flecken nach Hause. Sie hatte Schmerzen, trotzdem sagte sie: "Ich würde mich schämen, unter so vielen Verletzten und Toten für eine geschwollene Hand zum Arzt zu gehen. Ich bin froh, wenn ich etwas dazu beitragen kann, dass im Iran etwas passiert!"

(Carola Hoffmeister)

http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1322853/Aufstand-der-mutigen-Frauen-Erzaehlt-der-ganzen-Welt-von-uns.html

۱۳۸۸ آذر ۲۶, پنجشنبه

Verschleierte Männer

Es ist eine Provokation der besonderen Art: Immer mehr muslimische Männer zeigen sich im Internet oder in der Öffentlichkeit mit einem Kopftuch ums bärtige Gesicht oder in einen Tschador verhüllt. Damit protestieren sie gegen das iranische Regime.


Es ist eine Provokation der besonderen Art: Immer mehr muslimische Männer zeigen sich im Internet oder in der Öffentlichkeit mit einem Kopftuch ums bärtige Gesicht oder in einen Tschador verhüllt. Damit protestieren sie gegen das iranische Regime.

Es begann nach dem 7. Dezember, als der Student Majid Tavakoli nach einer regimekritischen Rede an der Universität Amirkabir in Teheran festgenommen wurde. Vor etwa einer Woche veröffentlichte die staatliche Medienagentur Fars ein Bild des charismatischen Studentenführers, auf dem er mit gesenktem Blick und Brille zu sehen ist, sein Gesicht mit einem blauen Tuch und einem schwarzen Schleier umhüllt. Die entsprechende Nachricht besagt, dass der Regimegegner von der Polizei in Frauenkleidern aufgegriffen worden sei, als er sich nach der Kundgebung davonstehlen wollte.

„Ein Mann in Frauenkleidern – das gilt in der islamischen Kultur als fundamentale Erniedrigung“, sagt die deutsch-iranische Bürgerrechtlerin Mina Ahadi. „Die Verweiblichung des Mannes ist der größte Angriff, den man sich gegen seine Integrität nur vorstellen kann.“

Die Geschichte der Flucht von Majid Tavakoli hatte jedoch eine andere Wirkung: Seine Mitstreiter in der „grünen“ Bewegung haben sich gegen die fragwürdige Erniedrigung organisiert, iranische Studenten haben eine Solidaritätskampagne unter dem Namen „Wir sind alle Majid“ gestartet. Über Facebook wurden Männer aufgerufen, sich mit einem Kopftuch oder Schleier zu fotografieren und ins Internet zu stellen. Die dahinter liegende Botschaft: „Es ist keine Schande, in einem Kopftuch fotografiert zu werden.“

Einige Internetblogger haben aus den Hunderten von Kopftuchbildern Filme zusammengeschnitten, von denen immer mehr auf Videoplattformen zu sehen sind. Überall das gleiche Motiv: Männer mit Schnurrbart oder Brille, in Gruppen oder allein, alle mit Kopftuch verschleiert. Manche kokettieren dabei, andere lachen oder schauen bitterernst.

Von iranischen Privatwohnungen aus hat sich die einzigartige Protestwelle international ausgebreitet. Viele Iraner bezeugen Respekt und Bewunderung für die Männer, die sich fast alle mit erkennbarem Gesicht und verhüllten Haaren präsentieren. Inzwischen kursieren im Internet Bilder mit verschleierten Männern vor dem Pariser Eiffelturm, in Deutschland und den USA. Einige erklären, dass sich ihre Aktion auch gegen den weiblichen Verhüllzwang im Iran wende.

„Das ist witzig, modern und bricht die Tabus im Iran“, sagt Mina Ahadi, die in Berlin den „Zentralrat der Ex-Muslime“ gegründet hat. „Es ist die perfekte Antwort auf das islamische Regime, das Verschleierung eigentlich vorschreibt.“ Das Beste daran: Während die Studenten gegen die Erniedrigung ihres Kommilitonen protestieren, üben sie gleichzeitig Kritik am Kopftuch, so Ahadi. „Nicht nur, weil es lächerlich aussieht“, sagt sie. Es sei auch interessant, dass bei Männern erniedrigend wirke, was Frauen als Vorschrift verordnet wird.

Laut Ahadi habe der geschlechterübergreifende Bekleidungsstreit bereits Wirkung auf andere arabische Länder. „Viele Muslime blicken gebannt auf den Iran.“ Die grüne Revolution sei ohnehin eine sehr „weibliche“. Meist stünden in Frauen mutig in den ersten Reihen bei den Veranstaltungen und Demonstrationen der Regimegegner. „Einige haben schon ihr Kopftuch weggeschmissen“, sagt sie. In Deutschland erklärten ihr immer wieder Ägypterinnen, Sudanesinnen und anderen Muslima ihre Bewunderung dafür.

Die Welle der kopftuchtragenden Männer breitet sich derweil weiter aus. Die iranische Regierung hat darauf bislang nicht öffentlich reagiert.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 17.12.2009) Von Ferda Ataman
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Iran;art1117,2977533

۱۳۸۸ آذر ۲۴, سه‌شنبه

Warum iranische Männer im Schleier protestieren


Irans Oppositionelle haben einen neuen Helden: den vor einer Woche verhafteten Majid Tavakoli. Der 22-Jährige wurde in den staatlichen Medien zwangsverschleiert gezeigt. Die Regimegegner machen sich die doppelte Aufladung des Fotos zunutze und unterstützen Tavakoli mit einer sehr eigenwilligen Kampagne.

Ein junger Mann mit Vollbart blickt ernst aus einem schwarzen Tschador hervor. Ein älterer Herr mit randloser Brille trägt ein geblümtes Kopftuch. Ein kräftig gebauter Student posiert in eine Tischdecke gehüllt. So geht es Klick für Klick immer weiter, über Hunderte von Bildern. Mit jedem Tag wächst die Menge der iranischen Männer, die sich im Schleier ablichten lassen und die Fotos auf Social Networking Platforms wie Facebook zur Ansicht stellen.

Iranische Oppositionelle haben die Internetkampagne „Männer mit Kopftuch“ gestartet, um den führenden Studentenaktivisten Majid Tavakoli zu unterstützen. Der 22-Jährige ist während einer Studentendemonstration am Montag vergangener Woche verhaftet worden. Anschließend veröffentlichten die staatlichen Medien Fotos von Tavakoli – im Tschador mit hellblauem Schleier darunter. Der regierungstreuen Nachrichtenagentur Fars News zufolge habe der Aktivist versucht, den Sicherheitskräften in Frauenkleidung zu entkommen.

Die jüngsten Studentenproteste nahmen die Reihe von Demonstrationen auf, die wegen mutmaßlicher Manipulationen bei der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni ausgebrochen waren. Tavakoli hielt dabei auf dem Campus der Teheraner Amir-Kabir-Universität eine Rede.

Ein Clip auf YouTube zeigt in verwackelten Bildern, wie er auf einem Podest vor einer Menge von Demonstranten steht. „Heute ist der Tag, an dem diese Nation Freiheit fordert und gegen die Tyrannei kämpft“, ruft er sichtlich ergriffen. „Stellt euch gegen die Diktatur und schreit so laut ihr könnt gegen die Diktatur.“

Die staatlichen Sicherheitskräfte warteten der Organisation Menschenrechtsaktivisten im Iran zufolge bereits auf ihn, als er das Gelände der Universität verließ. „Die Agenten schlugen und verletzten Majid während der Festnahme. Die Passanten waren schockiert über das Ausmaß der Gewalt und der Brutalität“, heißt es auf der Website der Gruppe.

Auf dem Bild, das nach der Verhaftung erschien, wirkt Tavakoli unter dem Schleier in sich zusammengesunken. Sein Blick ist vor Scham gesenkt. Obwohl die Aufnahme authentisch aussieht, haben einige Menschenrechtler ihre Echtheit angezweifelt. Andere vermuten, Tavakoli sei gezwungen worden, den Schleier anzulegen.


کمپین "مردان باحجاب"  - اعتراض به دستگیری مجید توکلی در پاریس

Die Behörden beabsichtigten offenbar, den Regimekritiker öffentlich zu demütigen und zu diskreditieren. Doch der Schuss ist nach hinten losgegangen: Die Kampagne zu seiner Unterstützung begann noch am selben Nachmittag, sich über Social Networking Platforms, Blogs und Fotocommunities auszubreiten. Und nun sind im Internet Hunderte von verschleierten iranischen Männergesichtern zu sehen. „Wir alle sind Majid“, steht am Rand vieler Bilder. Ein Iraner schreibt auf Twitter: „Wahre Männer tragen den Schleier ohne Furcht und Scham.“

Zusätzlich hat das Regime mit der Abbildung eines zwangsverschleierten Mannes unwillentlich daran erinnert, dass die Frauen in dem Gottesstaat demselben Zwang tagtäglich unterliegen. Die Oppositionellen machen sich diese doppelte Aufladung des Fotos zunutze – und setzen sich gleichzeitig für die Freilassung Tavakolis und gegen die Verschleierungsvorschrift für Frauen ein.

„Der Iran wird nicht frei sein, ehe nicht die iranischen Frauen frei sind. Iranische Männer: Lasst uns Kopftuch tragen aus Solidarität mit Majid UND den Frauen des Iran“, steht im Eintrag eines jungen Teheraners auf Facebook. Das Regime habe mit der Annahme, Frauenkleider müssten für einen Mann eine Demütigung bedeuten, seine frauenverachtende Haltung bloßgelegt, kritisierten viele Blogger.

Ein Hochschulprofessor schreibt im Internet: „Ich bin stolz, das Kopftuch meiner verstorbenen Mutter zu tragen, dasselbe Kopftuch, was meiner Frau aufgezwungen wird, und dasselbe Kopftuch, von dem die rückwärtsgewandte Banalität, die den Iran regiert, denkt, es werde Majid Tavakoli erniedrigen. Wir alle sind Majid Tavakoli – und wir iranischen Männer sind spät dran. Hätten wir reagiert, als das Kopftuch unseren Schwestern vor 30 Jahren aufgezwungen wurde, stünden wir heute vielleicht nicht an dieser Stelle.“

So haben die Oppositionellen im Iran wieder einmal unter Beweis gestellt, wie sie das Internet mit Witz und Kreativität als Ausdrucksform ihres Protestes einsetzen und dabei in der Lage sind, die Waffen des Regimes gegen die Machthaber selbst zu wenden. Das, was als Versuch einer persönlichen Demontage gedacht war, hat eine breite Welle der Solidarität und Identifikation ausgelöst.

Statt der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein, ist Tavakoli nach der ermordeten Demonstrantin Neda Agha-Soltann zu einem zweiten, jungen Gesicht der Protestbewegung geworden. Dem 22-Jährigen selbst war durchaus bewusst, welches Risiko er einging: Er hat bereits zwei Mal in dem berüchtigten Teheraner Gefängnis Evin gesessen und war dabei iranischen Menschenrechtsaktivisten zufolge Folter ausgesetzt.

„Ich sehe die Tränen in den Augen meiner Mutter und die bangen Blicke meines Vaters. Bei all den Schwierigkeiten kann nur der Wunsch nach Freiheit meine Standhaftigkeit aufrechterhalten“, hat er im letzten Eintrag auf seiner Facebook-Seite geschrieben. „Und so nehme ich einmal mehr alle Gefahren hin, stelle mich an die Seite meiner Freunde, mit denen ich die Ehre habe, am 7. Dezember gegen die Tyrannei aufzuschreien. Für die Freiheit.“

http://nachrichten.aol.de/warum-iranische-maenner-im-schleier-protestieren/artikel/20091215101004924845561

۱۳۸۸ آذر ۱۰, سه‌شنبه

Protestkundgebung gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran am 07.12.2009

December 7, 2009

Am 07.12.2009 werden wir in Berlin gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen protestieren. An diesem Tag werden die Menschen im Iran auf die Straßen gegen und die Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie für ihr Land fordern.

Dieser Tag gilt seit Jahrzehnten als Tag der Studenten im Iran.

Die aktuelle Menschenrechtssituation im Iran hat sich nach den manipulierten Präsidentschaftswahlen weiter verschlechtert. Regimekritiker werden seit den Wahlen im Iran verschärft verfolgt, inhaftiert, gefoltert und hingerichtet.

Viele Männer und Frauen wurden in den Gefängnissen vergewaltigt. Die junge Studentin "Neda Agha Soltan" wurde vor laufenden Kameras auf der Straße erschossen. Die junge Frau "Taraneh Mousavi" wurde bei einer Demonstration in Teheran festgenommen. Nach ihrer Festnahme wurde sie vergewaltigt und getötet. Ihre Eltern dürften die Leiche ihrer Tochter zwar abholen, aber eine Trauerfeier wurde der Familie verboten.

Medien wurden stark angegriffen und arbeiten derzeit unter sehr begrenzten und schwierigen Voraussetzungen. Ausländische Medien dürfen von den Geschehnissen nicht berichten. Viele von ihnen wurden des Landes verwiesen.

Seit Beginn des Jahres 2009 wurden mindestens 200 Menschen hingerichtet. Auch Jugendliche sind von den Hinrichtungen nicht ausgenommen.

Trotz dieser Drohungen, setzen sich die demokratischen Forderungen im Iran verstärkt fort. Jeden Tag gibt es Berichte über Proteste in den Universitäten, auf den Straßen und in sonstigen Einrichtungen.

Wir verurteilen das brutale Vorgehen der Machthaber im Iran und unterstützen die demokratische Freiheitsbewegung der Menschen im Iran.

Am 07.12.2009, zwischen 18:00 und 20:00 Uhr werden wir am Wittenbergplatz/Tauentzienstraße (neben KaDeWe) treffen, um gegen die massiven Menschenrechtsverletzungen im Iran zu protestieren.

Wir freuen uns auf Ihre Solidarität und Teilnahme.

http://www.code-ev.org/

Zinab Jalalian wird hingerichtet!!!!



Hallo mein Name ist "Zeinab Jalalian",

ich bin 27 Jahre alt und bin als politischer Aktivistin inhaftiert. Meine Hinrichtung (Urteil) wurde bereits vom oberste Landesgericht des Iran bestätigt. Ich bin aufgrund der Folterung sehr Krank. Ich habe und bekomme keine Anwalt der mich verteidigt. Mein Gerichtstermin und meine Verurteilung haben insgesamt einpaar Minuten gedauert. Die Paar Minuten benötigte das Gericht nämlich dazu um mir mitzuteilen, dass ich der Feind Gottes bin und dass ich hingerichtet werden muss. Ich habe dem Richter darum gebeten mir vor meine Hinrichtung Zeit zu geben damit ich mich von meine Familie und Freunde verabschieden kann. Diese Bitte wurde auf der Stelle zurückgewiesen. Er sagte, dass ich lieber mein Maul halten soll.

"Zeinab Jalalian" 26.11.2009

http://www.youtube.com/watch?v=uurSaE6WEaA&feature=sub